Wissenschaftliche Sammlungen

Lautarchiv

Poetiken und Politiken wissenschaftlicher Sound-Archive

13.2.2017, 18 Uhr

Versuche Schall, Klang und Töne zu dokumentieren haben verschiedenste Techniken und Prozesse hervorgebracht. Dieser Abend widmet sich dem Gebiet der Sound-Archive als Schnittstellen von wissenschaftlichen und künstlerischen Praktiken, Akustisches zu dokumentieren und für weitere Bearbeitungen verfügbar zu machen.

Viktoria Tkaczyk wird in ihrem Kurzvortrag „Ist das nun ein Dokument? Frühe Schallaufzeichnungen in den Wissenschaften” an den Beginn wissenschaftlicher Sound-Archive zurückblicken:

Anfang des 20. Jahrhunderts werden Dokumente im engeren juristischen Sinne als Urkunden, im weiteren Sinne als Nachweis von historischen oder wissenschaftlichen Tatsachen verstanden. Der Vortrag befasst sich mit der Gründung früher wissenschaftlicher Schallarchive in Wien, Berlin und Paris um 1900. Viktoria Tkaczyk befragt die Gründungsdokumente und die archivarische Praxis nach dem Status der Schallaufnahmen. Durch welche diskursiven und medientechnologischen Maßnahmen wurden auch diese Aufnahmen als Dokumente eingestuft? Oder wo ging es darum “An-Dokumente” zu schaffen?

Gilles Aubry wird unter dem Titel „Attuning to sound archives” seine künstlerische Arbeit mit Sound-Archiven (in englischer Sprache) vorstellen:

He gives an overview of his art practice on sound archives, such as the “Humbolt-Lautarchiv” and the “Paul Bowles Moroccan Music Collection”. Material and epistemological approaches will be discussed, as well as other aspects involving collective listening, sonic imagination and attunement.

Im Anschluss an die Kurzvorträge wird ein moderiertes Podiumsgespräch stattfinden. (Moderation: Christina Dörfling)

Veranstaltungsreihe des DFG-Graduiertenkollegs „Das Wissen der Künste“
Montags, 18-20 Uhr
Universität der Künste, Berlin
Hardenbergstr. 33
Raum 310
10623 Berlin

Siehe Weblink

Termine

Veranstaltung 13.02.–31.12.2017 Poetiken und Politiken wissenschaftlicher Sound-Archive